Diva
Diva ist ein Fanbrief an Diva Cat Thy, eine vietnamesische Transfrau, Straßenverkäuferin und Performerin, die ihr Leben und ihre Kämpfe täglich offen in den sozialen Medien teilt. In dem Versuch, geografische und sprachliche Distanzen zu überbrücken, nutzen die Co-Regisseure Videomaterial, das von Diva und ihrer Community online gestellt wurde, um eine Verbindung herzustellen. Während der französische Regisseur aufgrund von COVID-19-Beschränkungen nicht nach Vietnam reisen konnte, wurde das Projekt durch Dustin Duong realisiert, einen Australier vietnamesischer Herkunft, der das Material übersetzt und als wesentlicher kreativer Kopf und Vermittler fungiert. In einem durch Untertitel und Übertitel konstruierten Gespräch offenbart der Film die Bewunderung des Duos für Diva und ihren gemeinsamen Prozess, Divas Leben sowie ihr eigenes im Verhältnis dazu mit Bedeutung zu füllen. Divas Leben – in den Straßen von Saigon als ambulante Verkäuferin, online als Social-Media-Berühmtheit und auf der Bühne als Bingo-Sängerin und Zirkusperformerin – ist verwoben mit Dustins Übersetzungstätigkeit und der Reflexion der Filmemacher über queere Identität, Distanz und Intimität. Diva ist ein flüchtiger Moment im Leben einer Frau, der eine breitere queere und solidarische Gemeinschaft anspricht und die Grenzen zwischen Online-Welt und Realität verschwimmen lässt.